Das Konsortium

Für einen erfolgreichen Projektantrag in der Verbundforschung müssen Sie ein überzeugendes Konsortium zusammenstellen, mit dem die Projektziele optimal erreicht werden können.

Männer in Anzügen schütteln sich die Hände vor einer Weltkugel

Joerg Lantelme

Eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgversprechenden Projektantrag ist die Zusammenstellung eines geeigneten Konsortium, das auch die erforderlichen Teilnahmebedingungen erfüllt. Die ausführlichen Teilnahmebedingungen sind in den jeweiligen Arbeitsprogrammen und Annexen dargelegt. Diese finden sich auf dem Funding & Tenders Portal unter „Referenzdokumente“.

Anforderungen an das Konsortium

Es ist wichtig, dass im Konsortium alle Kompetenzen und notwendigen Ressourcen abgedeckt sind. Dies schließt sowohl Personal als auch notwendige Infrastrukturelemente ein. Die Expertise der verschiedenen Partner sollte sich ergänzen. In EU-Projekten haben zudem auch Aspekte wie Verbreitung, Verwertung und die Beteiligung relevanter Akteure bzw. Stakeholder einen großen Stellenwert.

Bei der Bildung des Konsortiums sollte die sinnvolle Umsetzung des Projektes im Vordergrund stehen – eine bestimmte geografische Zusammensetzung der Partnereinrichtungen ist nur zu berücksichtigen, wenn dies im Topictext explizit gefordert oder durch die Problemstellung bedingt ist.

Die Mitwirkung in vorangegangenen EU-Projekten ist natürlich von Vorteil, aber keine Bedingung.

Zudem fordern viele Topics eine multidisziplinäre Zusammensetzung des Konsortiums. Je nach Aufgabenstellung im Topic kann es erforderlich sein, über medizinische und biologische Aspekte hinweg auch psychologische, soziologische und ökonomische Aspekte zu berücksichtigen. Dies beinhaltet beispielsweise die Untersuchung von menschlichen Verhaltensweisen und Entscheidungen, von kulturellen, sozioökonomischen und geschlechtsbedingten Unterschieden, demografischen Trends oder rechtlichen Rahmenbedingungen. Insbesondere potentielle Endnutzer wie z.B. Verbraucher oder Patienten bzw. deren Verbände, Fachgesellschaften, Krankenkassen oder Modellregionen sollten möglichst von Anfang an einbezogen werden. Diese Akteure können sich in Form eines Beirats oder als Partner ins Konsortium einbringen, das hängt ganz vom Projektkonzept und dem geplanten Arbeitsauftrag ab.

Sollten Sie unsicher sein, ob Ihr Konsortium alle Voraussetzungen der Ausschreibung abdeckt, beraten wir Sie gern.

Wie findet man Konsortialpartner?

Oft basieren Konsortien auf bereits bestehenden Kooperationen. Sonst bieten viele nationale und internationale Datenbanken, Netzwerke und Partnering Events die Gelegenheit kompetente Partner zu finden. In der CORDIS-Datenbank sind laufende und abgeschlossene Projekte der bisherigen Forschungsrahmenprogramme aufgelistet. Zusätzlich haben Sie über Partnering Datenbanken die Möglichkeit nach einem Partner mit einer speziellen Expertise zu suchen oder die eigene Expertise anzubieten.

Partnerdatenbanken:

Brokerage Events:

Die Europäische Kommission veranstaltet regelmäßig in Zusammenarbeit mit den Nationalen Kontaktstellen aller Mitgliedsstaaten sogenannte Brokerage Events. Diese finden entweder als Präsenzveranstaltungen oder als virtuelle Treffen statt. Interessenten haben hier die Möglichkeit, über eine Registrierungsmaske das Profil ihrer Einrichtung oder Arbeitsgruppe zu hinterlegen und Themenfelder oder sogar konkrete Topics anzugeben, für die sie Partner suchen.

Nutzen Sie auch die Gelegenheit, potentielle Kooperationspartner auf Fachtagungen, Konferenzen und Messen anzusprechen.